SPD beantragt, dass Kürten Fair-Trade-Gemeinde wird 

Die SPD-Kürten will die Fair Trade Bewegung unterstützen und beantragt, dass Kürten als Fair-Trade-Gemeinde Mitglied im Netzwerk für den Fairen Handel wird. Bundesweit gibt es aktuell 745 Fair-Trade-Towns. 

Das Thema „Fairer Handel“ wird für viele Menschen immer wichtiger. Es stärkt das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale, umweltschonende und nachhaltige Herstellungs- und Handelsstrukturen. Fair gehandelte Produkte sorgen nicht nur für bessere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in den Ländern der Dritten Welt und in Schwellenländern, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, da sie nachhaltig angebaut werden. Auf kommunaler Ebene spielt der Faire Handel in allen gesellschaftlichen Bereichen mittlerweile eine wichtige Rolle, z. B. auch bei der öffentlichen Beschaffung. 

Um als Fair-Trade-Gemeinde zu gelten, bedarf es eines Ratsbeschlusses und der Bildung einer Steuergruppe aus Politik und engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden. Ferner müssen bei lokalen Händlern, in Cafés und Restaurants anfangs mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel angeboten werden. Diese Produkte werden zudem in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kirchengemeinden verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema Fairer Handel angeboten. Über Öffentlichkeitsarbeit soll verstärkt über das Thema Fair-Trade informiert werden. 

„Die Voraussetzungen für die Anerkennung als Fair-Trade-Gemeinde sind für Kürten durchaus leistbar. Es gibt in der Bevölkerung ein großes Interesse an Themen wie Nachhaltigkeit, unverpackte Produkte usw. Dies lässt sich auch aus den Ergebnissen unserer Müllumfrage im Januar herleiten. Ich bin mir sicher, die Initiative findet in der Bevölkerung einen großen Zuspruch. Sicherlich finden sich schnell Gruppen, Vereine und Einzelpersonen, die aktiv in einer Fair-Trade-Steuergruppe mitwirken würden!“, zeigt sich SPD-Ratsmitglied Jürgen Brückers überzeugt. 

SPD-Vorstandmitglied Daniela Apfelbacher regt an: „In der Vorbereitung der Umsetzung des Antrages sollte die Verwaltung Kontakt mit den Nachbarkommunen aufnehmen, die bereits den Status einer Fair-Trade-Town erlangt haben, wie z.B. Bergisch Gladbach, Lindlar, Wipperfürth, Wermelskirchen und Rösrath. Wir sind z. B. durch die Initiative der SPD in Leichlingen auf das Thema Fair-Trade-Gemeinden aufmerksam geworden und würden uns freuen, wenn das ganze Bergische Land bald auf Fairen Handeln setzt.“

Sind Sie dafür, dass sich die Gemeinde Kürten durch einen Ratsbeschluss um den von TransFair e.V. verliehenen Titel „Fairtrade-Town“ bewirbt? Ziel der Kampagne ist es, dass sich verschiedene Akteure der Kommune gemeinsam für den Fairen Handel einsetzen?

Ansprechpartner:

Daniela Apfelbacher

 

Jürgen Brückers

Video zum Thema

Links

Hier der Antrag zum Nachlesen

Weiterführende Informationen: