ISEK: Eine riesige Chance für Kürten vertan!

​Ein ISEK ist ein „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept“. Hinter diesem sperrigen Begriff steckt ein wichtiger Plan für die Zukunft eines Ortes. Darin wird festgelegt, wie ein Ortskern schöner, lebendiger und besser nutzbar werden kann. Gleichzeitig ist ein ISEK meist die Voraussetzung, um hohe Fördermittel von Land und Bund zu bekommen.

Für Kürten war genau das geplant: Der Hauptort sollte aufgewertet werden. Der Karlheinz-Stockhausen-Platz sollte nicht länger vor allem Parkplatz sein, sondern zu einem echten Treffpunkt werden. Auch mehr Grün, bessere Wege, Ideen rund um das Bürgerhaus und die Schulaußenanlagen gehörten zu den Überlegungen. Zudem wurde mit dem Aus für das ISEK auch das Projekt einer solarbetriebenen Ladeinfrastruktur für E-Autos beerdigt.

Aus der Neugestaltung des eher tristen Kürtener Rathausvorplatzes wird nichts. CDU und BfB/Freie Wähler hatten das ISEK offenbar nie wirklich gewollt.

Dabei ging es nicht um ein kleines Einzelprojekt, sondern um eine große Entwicklungschance für Kürten. Rund 6,2 Millionen Euro Maßnahmenvolumen standen im Raum, davon etwa 4,5 Millionen Euro Fördermittel. Der Eigenanteil der Gemeinde hätte bei rund 1,8 Millionen Euro gelegen.

Besonders bitter: Die Förderzusage lag endlich vor. Trotzdem wurde das Projekt politisch gestoppt. Über Jahre wurde beraten, geprüft, vertagt und diskutiert. Die Verwaltung arbeitete zu, Bürgerinnen und Bürger brachten sich ein, Ideen wurden gesammelt. Am Ende wurde trotzdem der Stecker gezogen.

Schon 2023 hatte die CDU gegen das Konzept gestimmt. Die BfB, früher Freie Wähler, war nach unserer Einschätzung ohnehin von Anfang an gegen das Projekt. So entsteht der Eindruck: Man hat lange darauf gesetzt, dass Verwaltung und Beteiligte es am Ende schon nicht hinbekommen. Als die Förderung dann doch da war, wurde trotzdem dagegen gestimmt.

Für uns ist das mehr als nur eine verpasste Baumaßnahme. Hier wurde eine echte Zukunftschance für Kürten vertan. Und hier wurden Verwaltung und engagierte Bürgerinnen und Bürger vor den Kopf gestoßen. Wer Beteiligung ernst nimmt, darf Menschen nicht jahrelang mitplanen lassen und am Ende alles beerdigen, wenn die Förderung endlich auf dem Tisch liegt.

Am Hang gegenüber dem Rathaus sollten klimafreundliche Ladestationen für E-Autos entstehen. Das Banner hängt noch, das Projekt wurde politisch blockiert.

Natürlich muss Kürten auf seine Finanzen achten. Aber gute Politik darf nicht nur auf Kosten schauen. Sie muss auch Chancen erkennen, Fördermittel nutzen und Zukunft gestalten. Genau das ist beim ISEK nicht passiert.

Politisch verantwortlich sind diejenigen, die in Kürten Mehrheiten tragen. CDU und BfB/Freie Wähler haben diese Entwicklung nicht gewollt oder nicht getragen. Das Ergebnis ist klar: Kürten verliert Fördermittel, verliert Zeit und verliert eine große Chance für einen lebendigeren Ortskern.

Ansprechpartner:

Roland Wisskirchen

 

Elke Krämer

 

Anträge und Initiativen der SPD-Kürten

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